Maschinenring Waldeck-Frankenberg e.V.
Grundsätzlich gibt es zwei Möglichkeiten zur Schneckenbekämpfung - die chemische und die mechanische.
Ackerbauliche Maßnahmen:
Ackerbauliche Maßnahmen helfen, den Schnecken ungünstige Überlebensbedingungen zu schaffen, und somit die Ausbreitung zu reduzieren.
Schnecken können keine eigenen Gänge graben und sind auf Hohlräume im Boden als Unterschlupfmöglichkeit angewiesen. Deswegen hat sich als beste Bekämpfungsmöglichkeit das Walzen bzw. Ringeln nach der Saat erwiesen, da die Schnecken durch ein gut rückverfestigtes und weitgehend klutenfreies Saatbett in ihrer Bewegungsfähigkeit deutlich eingeschränkt werden. Also:
Chemische Bekämpfung:
Auf gefährdeten Schlägen sollte gleich nach oder direkt bei der Saat mit der chemischen Bekämpfung begonnen werden. Wir bieten dazu Metarex Schneckenkorn in 20kg-Gebinden an. (empfohlene Aufbringungsmenge: ca. 5-7 kg / ha)
Insbesondere bei feuchter und unbeständiger Witterung ist auch in diesem Herbst wieder ein erhöhtes Auftreten von Schnecken zu erwarten.
Für die Landwirtschaft sind die Nacktschnecken die Hauptschaderreger. Es gibt die spanische und die rote Wegschnecke und die kleineren Ackerschnecken (genetzte Ackerschnecke, graue Ackerschnecke). Die Wegschnecken halten sich in den begrünten Wegrainen auf und befallen das Rapsfeld von hier aus. Die kleineren Ackerschnecken befinden sich im Feld und fressen konzentrische Kreise in den Kulturen heraus.
Die Schnecken sind nachtaktive Tiere. Sie bilden normalerweise 2 Generationen pro Jahr (bei milden Wintern auch 3). Eine Generation schlüpft im Juni-August (2-4 Wochen nach der Eiablage) und ist maßgebend für die Schäden im Raps. Schnecken haben im Schnitt eine Lebensdauer von 6 Monaten bis hin zu 1 Jahr. Fortpflanzungsfähig sind die Tiere bereits nach 6 Wochen. Die optimale „Aktionstemperatur“ für Schnecken liegt bei 17-20 °C. Erst ab Temperaturen um den Gefrierpunkt verkriechen sich die Schnecken im Boden.
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Name |
Rote Wegschnecke |
genetzte Ackerschnecke |
graue Ackerschnecke |
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Größe |
8 - 12 cm |
4 - 6 cm |
3 - 5 cm |
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Farbe |
Rotorange / |
Rötlich-Dunkelbraun |
Helbraun-Gelblich |
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Aufenthalt |
Grasraine |
Hohlräume Boden |
Hohlräume Boden |
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Reichweite |
20 Meter ab Ackerrand |
10 - 12 Meter |
10 - 12 Meter |
Bis zum Stadium des Entfaltens der ersten Laubblätter ist bei Befall mit Totalschaden der Pflanzen zu rechnen. Erst nach der Ausbildung des vierten Laubblattes ist der Bestand nicht mehr gefährdet.
Parzellen mit hohem Befallsrisiko:
Parzellen mit geringerem Befallsrisiko:
Vor der Saat kann durch das Auslegen von z. B. Schneckenfolie oder von nassen Jutesäcken mit Schneckenködern das Vorkommen überprüft werden. Sobald Schnecken da sind, muss spätestens 1 - 3 Tage nach der Rapsaussaat Schneckenkorn ausgebracht werden. Weitere Hinweise auf Schneckenbefall findet man durch Schleimspuren auf der Bodenoberfläche oder durch das Umdrehen von Steinen oder Schollen.
Sobald feuchtere Witterung vorliegt, ist grundsätzlich mit erhöhtem Schneckendruck zu rechnen!
An allen oben genannten Standorten (außer der Geschäftsstelle und bei F. Emde) stehen auch Schneckenkornstreuer des Bodenverbands zur Verfügung!
Die Preise für Schneckenkorn erfragen Sie bitte in derGeschäftsstelle.
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